Ohrenschmerzen

Symptome

Mässige bis starke Ohrenschmerzen (pochend, stechend). Betroffen ist meist das Mittelohr. Kinder und Säuglinge werfen den Kopf hin und her und fassen sich an das betroffene Ohr. Oft bestehen mässiges bis hohes ➔ Fieber und Appetitlosigkeit.

Erbrechen kann ein zusätzliches Symptom sein. Kinder beschreiben die Beschwerden vielleicht als ➔ Kopfschmerzen oder ➔ Bauchschmerzen.

Ursachen

Bei einer Erkältung oder einer nicht ausgeheilten Mandelentzündung (➔ Halsweh) als Folge von Kinderkrankheiten wie Scharlach oder Masern können Bakterien über die Nase ins Mittelohr gelangen, wo sie eine Entzündung auslösen. Weitere Ursachen können Fremdkörper im Gehörgang, eine Trommelfellverletzung oder ausstrahlende Zahn-/Mandelentzündung oder eine Entzündung der Ohrspeicheldrüse (Parotitis) sein. Seltenere Ursachen von Ohrenschmerzen können eine Entzündung des äusseren Gehörgangs, eine Ansammlung von Ohrenschmalz, «Badi-Ohrenweh» nach dem Tauchen sein.

So helfen Sie Ihrem Kind

▲ Ruhe und Wärme.

▲ Bei gleichzeitigem ➔ Schnupfen dafür sorgen, dass die Nase vom Schleim befreit wird.

▲ Ein warmer Zwiebelwickel kann Linderung verschaffen.

▲ Für die Auflösung von allfälligem Ohrenschmalz gibt es spezielle Ohrentropfen.

Mittel aus der Drogerie

Schmerz-/Fiebermittel (Paracetamol-Suppositorien oder -sirup), homöopathische Ohrentropfen, Nasenspülung. Hom.: Apis, Lachesis, Mercurius, Aconitum; Isopathie: Penicillium comp.

Wann zum Arzt?

▲ Kinder unter 2 Jahren.

▲ Ohrenschmerzen mit völlig unklarer Ursache bzw. bei Verdacht auf eine Mittelohrentzündung.

▲ Wenn das Hörvermögen plötzlich stark nachlässt.

▲ Mit Fieber über 39 Grad.

▲ Wenn der Gehörgang entzündet ist und/oder sich Flüssigkeit aus dem Gehörgang entleert.

▲ Wenn sich die Schmerzen nach einem Tag der Selbstbehandlung nicht bessern.

▲ Bei sämtlichen Ohrverletzungen, vor allem der äusseren Ohrmuschel.

▲ Wenn trotz Selbstbehandlung bleibende oder zunehmende Schmerzen vorliegen.