Verschlucken von Gegenständen

Symptome

▲ Verschluckte Gegenstände gelangen entweder in die Atemwege oder in den Verdauungstrakt. Gelangt der Fremdkörper in die Luftröhre oder Lunge, kann es zu heftigem Husten oder lebensbedrohlichem Ersticken kommen. Manchmal sind auch ein anhaltender leichterer Husten oder kleinere Atemprobleme die Folge, die als Bronchitis oder asthmatische Beschwerden fehlgedeutet werden.

▲ Verfängt sich der Fremdkörper in der Speiseröhre, kommt es zu heftigem Würgereiz, zu Erbrechen und Schmerzen. Bleibt das verschluckte Teil auf dem Weg zum Magen gar stecken, führt dies schon innerhalb von fünf bis sechs Stunden zu lebensgefährlichen Verletzungen. Als Richtlinie gilt, dass alles, was kleiner als ein 10-Rappen-Stück ist, die Speiseröhre eines Zweijährigen problemlos passieren kann.

Ursachen

Kleinkinder erkunden ihre Welt über den Mund. Häufig kommt es dabei vor, dass Kinder versehentlich etwas verschlucken – Kleinteile von Spielzeug, Münzen, Murmeln oder Perlen. Auch bei Schulkindern landen häufig noch Fremdkörper wie etwa Stiftkappen im Bauch. In den meisten Fällen besteht kein Grund zur Panik. Doch sollten Risiken gerade bei grösseren Fremdkörpern ausgeschlossen werden.

 

Vorsicht
Meistens durchwandern kleine Fremdkörper Magen und Darm ohne Beschwerden und kommen innerhalb einer Woche auf natürlichem Wege wieder ans Licht. Fremdkörper, die gefährliche Inhaltsstoffe enthalten oder spitz sind, können die Verdauungsorgane jedoch schädigen oder zu Vergiftungen führen.

So helfen Sie Ihrem Kind

▲ Kontrollieren Sie den Mundraum. Entfernen Sie sichtbare Fremdkörper.

▲ Das Kind sollte versuchen, den Fremdkörper auszuhusten. Verlieren Sie damit aber keine unnötige Zeit. Im Notfall umgehend den Notarzt rufen.

▲ Erste Hilfe für jüngere Kinder: Mit dem Gesicht nach unten über den Schoss legen, 5 kräftige Schläge zwischen die Schulterblätter geben.

▲ Erste Hilfe für ältere Kinder: Vornüberbeugen, 5 kräftige Schläge zwischen die Schulterblätter geben. Bessert sich der Zustand nicht: Stellen Sie sich hinter das Kind, umfassen Sie es mit beiden Armen von hinten. Legen Sie die Faust einer Hand auf den Oberbauch unterhalb des Brustbeins. Umfassen Sie mit der andern Hand die Faust und drücken Sie 5-mal kräftig nach hinten und oben.

Achtung! Diese Technik nur Anwenden, wenn sie z.B. durch einen Samariterkurs geschult wurde.

Wann zum Arzt?

Siehe «So helfen Sie Ihrem Kind».